Dienstag, 6. Juni 2017

Steile Küsten und sanfte Hügel

Zambujeira do Mar, 05.06.2017

Treue Leserschaft. Ich berichte heute noch einmal aus Zambujeira do Mar. Die Woche hier ist schon wieder unglaublich schnell vorbei gegangen. Morgen ziehen wir weiter mit einer Übernachtung in Evora in die Nähe von Oliveira do Hospital in die Mitte des Landes. Aber nun erst einmal zu den vergangenen Tagen.

Strand von Teilheiro
Abstieg zum Strand










Familienfoto vor herrlicher Kulisse
Stilvolle Felsformationen










Am Donnerstag fuhren wir mit unseren Freunden an die südwestspitze Europas, den "Punto Sagres" und das "Cabo de Sao Vicente". Eine rauhe Landschaft erwartete uns, mit steil abfallenden Küsten wie sie für die Algarve typisch sind. Wir machten eine kleine Wanderung auf einem Teil des Fischerpfades, der sich die ganze Westküste des Alentejo bis nach Porto Covo zieht. Wie immer hier unten gab es viele schöne Pflanzen aber die Felsformationen der Küste und der kleine Strand Telheiro an dem wir uns abkühlten waren hier eindeutig das Highlight. Immer wieder wechselnde Gesteinsformationen in den verschiedensten Farben fallen steil zum Meer hinab. Robero und Freunde liessen sich auch nicht von dem kalten Atlantikwasser abschrecken. Insgesamt war der Weg einfach zu gehen bis auf den steilen Abstieg zum Strand, den aber auch alle gut meisterten.

Wo ist der Fluss?
Glückliche Wanderer



Stausee von Santa Clara
Sanfte Hügel des Alentejo


















Am Freitag gingen wir getrennte Wege. Die Berliner wollen gerne Eselwandern gehen und wollten sich deshalb schon einmal mit der "Vermieterin" treffen um alles zu besprechen und wir fuhren ein Stück ins Landesinnere nach Santa Clara a Velha. Einfach wahnsinn wie schnell hier die Landschaftsbilder wechseln. Eben noch die steilen rauhen Küsten findet man ein paar Kilometer ins Landesinnere sanfte Hügel mit teils üppig grünem Bewuchs. Wir wanderten entlang des Flusses Miro zum Stausee von Santa Clara. Wie auf dem Bild zu sehen ging es Robero prächtig. Auch hier waren wieder interessante Pflanzen und Tiere zu beobachten. Der Fluss war zugewachsen mit Seerosen und die Kakteen am Wegesrand standen in voller Blüte. Der Stausee ist riesig und netterweise hat die Gemeinde eine kleine Badeinsel installiert, so dass Robero sich im Wasser vergnügen konnte während Papa die restlichen 5 Kilometer gelaufen ist um das Auto wieder zu holen, nicht ohne einen Fotostopp am Aussichtspunkt oberhalb des Stausees.

Kleine Klamm
Idyllische Flusslandschaft











Am Samstag folgten wir dann mit unseren Berliner Freunden zusammen einem "Geheimtipp" der Eselsfrau, der aber wohl gar nicht mehr so Geheim ist. Wir machten eine kleine Wanderung zum "Pego do Pias" einem kleinen Idyll am Rio Miro oberhalb von Odemiras. Wie schon einige Male hier quälten wir erst einmal unsere Autos über ein paar Kilometer Staubpiste bevor wir den letzten Kilometer zu Fuss begingen. Der Ort den wir vorgefunden haben ist an Idylle wirklich kaum zu übertreffen. Ein kleiner Fluss der sich durch ein enges Tal windet mit steilen Felsen, sanftem Bewuchs und allerlei Getier. Zig verschieden Arten von Libellen und Frösche und Fische konnten wir beobachten. Nur die Schildkröten die wir hier auch erwartet hatten konnten wir leider nicht finden. Diese konnten wir aber schon am Donnerstag bei unserem Stopp in Aljezur im Fluss beobachten. Wirklich ein weiteres Highlight des Besuches hier.

Steinmänner am Strand von Villa Nova
Links Fluss, rechts Meer










Felsen am Cabo Sardao
Dschungellandschaft











Am Sonntag verliessen uns dann die Berliner. Sie gehen von Montag bis Mittwoch Eselwandern in der nähe von Aljezur. Robero und Freunde waren traurig über den Abschied aber wir sehen uns sicher wieder. Wir entschieden uns für einen gemütlichen Tag mit Besuch von Villa Nova de Milfontes. Hier mündet der Rio Miro ins Meer und man findet wieder wunderschöne Strände und Felsformationen zum Besichtigen. Durch den Fluss können die Kinder hier auch etwas entspannter Baden als in der doch rauhen Brandung des Atlantiks. Am Heimweg machten wir noch einen Abstecher zum Cabo Sardao. Auch das hat sich nocheinmal gelohnt! Es war sehr windig so das man sich hineinlegen konnte. Wir hatten nochmal sehr schöne Aussichten und bei der kleinen Runde die wir gedreht haben kamen wir noch durch einen Urwald von Pflanzen die wir noch nicht indentifiziert haben. Auch hier faszinierte wieder der schnelle Wechsel von sandig und kaum Bewachsen über den Urwald hin zu grasigem Steppenbewuchs.
Strand von Odeixce
Heute war der Tag dann geprägt von den Vorbereitungen für den Platzwechsel, aber Vormittags nahmen wir uns noch Zeit den Strand von Odeixce zu besichtigen. Er wurde als schönster Strand der Algarve ausgezeichnet und das denke ich zurecht. Hier mündet der Rio Aljezur mäandernd ins Meer. Als wir ihn besichtigt haben war gerade Flut wodurch das Wasser im Fluss in die falsche Richtung lief und das mit einer ganz schönen Kraft. Spannend auch die Übergangszone wo das Meer und der Fluss um die Vorherschaft kämpfen.

Robero entwickeln sich auch weiter während des Urlaubs. Vor allem das hintere Ro also Robin. Nicht nur das er mittlerweile zwei halbe Zähne mehr hat, seit ein paar Tagen hat er nun auch begonnen mit grosser Freude zu krabbeln. Insgesamt ist er unser kleiner Sonnenschein. Bis auf wenn es ums Essen geht ist er 90% der Zeit super entspannt und macht alles in Ruhe mit was wir mit ihm so anstellen. Babyschale rein und wieder raus, Kraxe rein und wieder raus, Babyschale rein und wieder raus, Kinderstuhl rein und wieder raus, irgendwie ist er überall zufrieden. Schlafen kann man auch überall. Er liebt es auch mit Mama und Papa oder seinen Geschwistern Blödsinn zu machen, mit der Zunge zu schnalzen oder zu klatschen. Ronja und Bennos Stimmung ist stark abhängig vom Schlafmangel nachdem es selten vor 22 Uhr MESZ ins Bett geht. Also 21 Uhr portugisischer Zeit. Aber klar wer will schon schlafen wenn es noch hell ist. Insgesamt geniessen sie denke ich die Familienzeit, wobei Ronja wohl auch gerne noch mehr Zeit mit der Familie Baumeister verbracht hätte.

Nun wünsche ich euch eine gute Nacht.

Liebe Grüsse

Robero

P.S.: Der Post erreicht euch erst heute, da das Internet am Camping einfach zu schlecht war...