Bad Säckingen, 12.09.2017
| Tunnel zu altem Steinbruch |
| Blick über den Lago de Ecrina zu den Picos |
| Blick über den Lago de Enol |
| Die heilige Höhle von Covadonga |
Man mag es kaum glauben aber ich bringe diesen Blog doch noch zu Ende bevor die Errinerungen zu sehr verblasst sind. Am Samstag besuchten wir die Seen von Covadonga eins der touristischen Highlights des Nationalparks. Trotz der Nebensaison war schon einiges los und ich möchte gar nicht wissen was hier im Sommer los ist. Die Seen sind idyllisch gelegen auf ca. 2000m Höhe zu Fuße der höchsten und vergletscherten Gipfel der Picos de Europa. Wir sind einen 2km Rundweg gelaufen der komplett gepflastert war, soviel zu Natur. Benno hat zwischendurch schon gefragt wann das Gepflasterte den aufhört. Aber man kann gut verstehen, dass so viele Leute hier hinauf wollen den die Aussicht und die Atmosphäre ist gigantisch. Es gibt ein schön gestaltetes Nationalparkhaus, einen alten Steinbruch den man durch Lorentunnel betritt und verlässt und zwei wunderschöne Seen in denen sich die Berge spiegeln. Auf der Runterfahrt machten wir noch einen Zwischenstopp an der Kathedrale von Covadonga mit der heiligen Höhle wo eine spanischen Königin begraben liegt. Der Ort ist historisch wichtig da hier die entscheidende Schlacht zur Rückeroberung Spaniens von den Muslimen gewonnen wurde.
| Wanderweg durch die Caresschlucht |
| Perleidechse |
| Die Schlucht wird immer enger |
Am Sonntag ging es dann zu dem zweiten großen Highlight des Nationalparks der "Ruta del Cares". Nach dem Schild handelt es sich um eine der meistgegangenen Wanderungen Spaniens. Und das obwohl sie mit 12 km und einigen ausgesetzten Stellen keine einfache Wanderung ist. Viele lassen sich vom Ziel zum Startpunkt bringen was aber über 3 Stunden Autofahrt bedeutet! Der Weg wurde unter wahnsinnig harten Bedingungen angelegt um früher überhaupt eine mehr oder weniger Ebene Verbindung durch das Gebirge zu haben. Leider war es an diesem Tag sehr heiß und Benno nicht in bester Laune, so dass wir nur knapp 3 km geschafft haben und den wirklich schönen Teil mit einer ganz engen Schlucht und Tunnel gar nicht erreicht haben. Aber auch so haben wir die gigantische Landschaft genossen und Papa hat sogar die größte Eidechsenart Europas, eine Perleidechse entdeckt. Papa will diesen Weg unbedingt nochmal ganz gehen, aber sicher auch nicht im Sommer. Erstens ist es da sicher zu heiß und auch jetzt in der Nebensaison waren schon genug Turnschuhtouristen unterwegs.
| Blick Richtung Meer |
| Blick Richtung Picos |
| Promenade von Ribadasella |
| Playa de Vega |
Nachdem wir Robero versprochen haben, dass wir vor der Heimkehr nochmal ans Meer fahren machten wir uns am Montag auf den Weg nach Ribadasella. Unterwegs nahmen wir noch einen sehr schönen Aussichtspunkt mit von dem man sowohl Blick aufs Meer als auch auf die Picos hat. Ribadasella ist eine gemütliche kleine Stadt bei der der Fluss Sella ins Meer mündet. Wie üblich kamen wir erst kurz vor der Siesta an aber hatten das Glück noch einen kleinen Kinderladen zu finden in dem wir viel schöne Kinderkleidung zu günstigen Preisen erstehen konnten. Da von nordosten Gewitter aufkamen fuhren wir an einen Strand etwas südlich von Ribadasella. Erst im Nachhinein habe ich herrausgefunden das dieser Strand als einer der schönsten an der Küste angesehen wird. Es mündet hier auch ein kleiner Fluss ins Meer in dem Robero super spielen konnten, das Meer war dann doch etwas kalt. Leider hatten wir unsere Stühle draußen stehen lassen und somit mussten wir unser Abendessen auf dem Zeltboden einnehmen. Dies war allerdings erst das Dritte mal während der ganzen zwei Monate das wir einen kurzen Regenschauer hatten.
| Desfiladero de los Beyos |
| Desfiladero de los Beyos |
Am letzten Tag vor der Abreise gab es nochmal ein bisschen Autotourismus. Der Guide Michelin empfiehlt den "Desfiladero de los Beyos" als eine Reise wert. Das wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. Das ganze ist eine wahnsinnige enge und tiefe Schlucht durch die eine Straße von Cangas d'Onis hoch in die Picos führt. Für den schönsten Teil der Route bis Oseja de Sajambre mit 35 km benötigt man fast eine Stunde, ohne obligatorische Fotostopps. Nach der Rückfahrt ging es noch zum Abschiedsshopping nach Cangas. Robero freuten sich über schöne Asturienshirts und wir über kiloweise Schaf- und Ziegenkäse, sowie Schinken und gläserweise Oliven. Wir wären ja noch gerne ein bisschen in der wunderschönen Landschaft geblieben aber der Wetterbericht sagte viel Regen und kaltes Wetter vorraus.
| Die Vienne |
Am Mittwoch und Donnerstag standen uns dann nocheinmal zwei lange Fahrten von über 8 Stunden bevor. Zum Glück haben wir eine sehr günstige Übernachtungsmöglichkeit (ein Hauszelt auf einem Zeltplatz) auf halbem Weg bei Exideuil de Vienne gefunden. Noch ein letztes mal ein großes Lob an Robero das sie diese beiden langen Tage mehr oder weniger ohne Meckern mit gemacht haben. Insgesamt war und ist so ein Urlaub mit kleinen Kindern nicht einfach aber ich finde Robero haben im Großen und Ganzen wirklich gut mitgemacht. Nur das Abends schlafen gehen war öfters schwierig aber ich denke das ist auch normal beim Campen.
Unser Fazit, wir würden die Reise jederzeit wieder machen! So viele tolle Eindrücke und Landschaften sind uns die letzten beiden Monate begegnet, soviele Tiere über den Weg gelaufen und es gibt noch so viel mehr zu Entdecken. Auch als Familie hat uns dieser lange Urlaub sehr gut getan. Sehr schön war natürlich auch das wir die berliner Familie getroffen haben wo sowohl wir Eltern als auch die Kinder sich prächtig verstanden haben! Wer weiß wie der Urlaub ohne sie verlaufen wäre. Wenn man fragt was der schönste Ort war würde ich sagen Andalusien mit seiner Tier und Pflanzenvielfalt und der wunderschönen Landschaft. Aber auch der norden Portugals und vor allem die Picos sind sehr beeindruckend.
Und zuletzt auch nochmal ein bisschen Werbung für Erdgas (CNG) Fahrzeuge. Von den ca. 8300 km konnte ich ca. 7000 km auf Erdgas zurück legen. Somit habe ich vor allem mit den hohen Benzinpreisen in Frankreich und Portugal wohl ungefähr 500€ an Spritkosten sparen können! Klar verlangt es etwas Planung und auch den ein oder andren kleinen Umweg und Zeitverlust aber das ist mir die Umwelt und der Geldbeutel Wert.
Ein letztes mal viele Grüße
Euer Robero
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen